Mittwoch, 8. April 2015

Agathes Mittelalter Kleider

Heute beim "Me made Mittwoch" zeige ich eine Variation meiner Mittelalter Kleidung.




Am Osterwochenende war Ritterfest auf der Zitadelle. Da ich sehr sehr gerne auf Mittelalter Feste gehe, habe ich natürlich in den letzten Jahren verschiedene Kleidung dafür genäht. 
Heute stelle ich die Winterausführung vor. Der Stoff ist ein etwas rustikaler, mit Struktur gewebter Poly-Misch. Vom Maybachufer in Kreuzberg für 7 € pro Meter, für den Preis hab ich die restlichen 8 Meter gekauft und mit mir rumgeschleppt (Riesenpaket!!). 






Kleid und Jacke nach meinen Grundschnitten genäht. Das Kleid bekam noch leicht geschnürte Seitenteile, wobei die Weite aus Pannesamt gearbeitet ist. (Oder wie nennt man das?)

Der Umhang ist ein Burda-Schnitt. Für den Umhang hatte ich nicht mehr so viel Stoff, er hätte weiter sein können.





Für ein Dezember-Event nähte ich eine sehr warme Jacke, die innen mit Steppstoff gefüttert ist. Das war nötig, denn es war bitterkalt damals. Heute, bei den Fotos (sind jetzt nicht soo toll geworden) sehe ich mit kritischem Blick, dass die Kombi Jacke auf Kleid nicht besonders vorteilhaft ist. Zu so einer Jacke müsste ich was Schmales untenrum tragen, ich weiß!  Ich denke natürlich über Veränderungen nach, aber es ist nicht ganz einfach, denn im Mittelalter trugen Damen keine schmalen Hosen oder Röcke.
Die Jacke kürzen passt vom Stil des Mittelalters auch nicht, die waren eher länger  -  und ein bisschen, wenigstens ein bisschen authentisch soll es für mich dann doch sein.  



Für die mittelalterliche Verzierung habe ich eine passende Borte im Internet bestellt, die auch gut passte. Weil sie sehr Ton in Ton ist, umrahmte ich sie zusätzlich mit verschiedenen Kordeln.
Die Kopfbedeckung ist eine Eigenkreation, die an eine authentische Kopfbedeckung des Mittelalters nur angelehnt ist. Sie besteht aus einem zusammengenähten und gefütterten Schlauch, an dem noch ein Schleier hängt. Aus Pannesamt.



Dazu die Tasche, aus einem alten Wollmantel genäht, die Nähte mit Leder eingefasst und den alten Nerzkragen auch noch rumdrapiert. An einer Seite hängt das Trinkhorn, an der anderen mein Dolch. In der Mitte ein kleines Hörnchen, dass ich im Garten meiner Eltern fand. Die Tasche, die unten dran hängt ist gekauft und enthält kleine Fläschchen für Medizin und Gift.





Das war es heute von mir, ich blättere jetzt bei den anderen Künstlerinnen auf dem MMM Blog.

Ach so -  was hat mein Winter-Mittelalter-Zeugs mit Frühling zu tun? Weil Frühling bei mir mit dem ersten Mittelalterfest beginnt.  


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