Dienstag, 5. Januar 2016

Geschickt eingefädelt - mein später Kommentar.

Die Bloggerwelt hat mich wieder, ich hatte soooo viel andere Projekte, dass zwischendurch einfach kein Raum fürs Schreiben frei war. 

Um mich einzustimmen, las ich erstmal den ganzen Vormittag in anderen Blogs, vor allem bei Meike von "crafteln", wo mich das Thema "Geschickt eingefädelt" nochmal in den Bann zog. Es ist für mich immer interessant, die Darstellung von Beteiligten zu hören, weil ich mich in solchen Sendungen oft frage, warum, oder was ist da eigentlich passiert. Und da Meike das auch noch sehr gekonnt beschreiben kann, war es wie ein Roman für mich. Jetzt interessiert mich auch brennend, was der Gewinner Tobias Milse in Paris erlebt. Vielleicht schreibt er darüber, ich werde mal auf die Suche gehen.

Auch wenn die Sendung jetzt schon Geschichte ist, möchte ich doch noch ein paar Äußerungen dazu von mir geben:

Zu Meike: Ich vermute mal, dass es einem freien Geist sehr schwerfällt, sich in dieses Zeitschema pressen zu lassen. Und so, wie Meike es beschrieb, sollte bei der Auswahl der Film-Fetzen wahrscheinlich eine gewisse Tendenz erzeugt werden. Das ist zwar schade, aber andererseits gingen andere Teilnehmer mit den Aufgaben offensichtlich etwas cooler um. Aber  -  Himmel  -  ich wüsste nicht, wie ich damit zurecht käme!

Die Jurorin Anke ist in verschiedenen Aussagen nicht so gut weg gekommen, aber in meinen Augen war sie meistens sehr außergewöhnlich und kreativ gekleidet. Wie ich es verstanden habe, entwickelt und näht sie ihre Kleidung selbst und deshalb gehe ich davon aus, dass sie zu der Kreativität der Hobbyschneider mehr zu sagen gehabt hätte. Vielleicht hat man ihr zu wenig Raum gegeben.

Die sachlich, fachliche Kritik von Inge empfand ich überwiegend als lehrreich und betrachtete dann die Verarbeitung von meinem Oberteil für die "VivienneWestwood Sewalong" mit ihren Augen  -  es ist für mich völlig klar, dass ich bei so einer Aktion NIE teilnehmen könnte. Wenn ich daran denke, wie viel Zeit mich alleine die Entwicklung und Verarbeitung des Ausschnittes gekostet hat.
Übertrieben war für mich auch der Hinweis, dass eine Raffung von links nach rechts ??? oder umgekehrt sein muss.

Der Gerechtigkeit wegen muss ich mich natürlich auch über Guido äußern, da hab ich bloß nicht so viel zu sagen:
 - ich mag ihn einfach!!!!
.... von Anfang an und das wird so bleiben. Ich bin Fan!!!!!

Natürlich ist Nähen unter Zeitdruck besonders schwer für Hobbynäher (oder wahrscheinlich für alle Menschen). Aber als Sendung von VOX  ist sowas natürlich nachvollziehbar und die Leute, die nicht nähen können, bekommen vielleicht ein Gefühl dafür, wie viel Zeit und Geduld man für die Herstellung eines Kleidungsstückes braucht. Dass die Sendung Leute neugierig aufs Nähen macht, habe ich bei meinen Anfragen auf Nähkurse festgestellt, und das ist auf jeden Fall ein sehr positiver Effekt dieser Sendung.

Jeder zieht ja für sich persönliche Aspekte aus den verschiedensten Anregungen und für mich wurde mal wieder deutlich, wie überlegt die Auswahl des Stoffes für ein entsprechendes Objekt sein sollte.

Trotz alledem und alledem habe ich die Sendung total gerne gesehen, weil Handarbeit eben nicht oft im TV zu sehen ist. Ich freu mich schon auf die nächste Staffel und hoffe, dass noch mehr vom eigentlichen Nähen und dem Entstehungsprozess der Kleidungsstücke gezeigt wird.

Eine grundsätzliche Änderung der Sendung halte ich für ausgesprochen wichtig:   die Jury sollte auf keinen Fall wissen, wer was genäht hat. Niemand ist frei davon, seine persönlichen Gefühle in eine sachliche Kritik einfließen zu lassen. Das haben wir besonders an der Stelle gemerkt, als die Jury bei der Blindbetrachtung teilweise sehr danebenlag.


So, das war mein Einstieg in das neue Jahr. Im Moment hab ich es mir mit meiner Erkältung höhlenmäßig eingerichtet, lasse die kalte Welt draußen und vielleicht werde ich mich heute noch über ein UFO hermachen.

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